Die Hand als Türgriff am Eingang symbolisiert die persönliche Einladung an alle Besucher des King Georg. Keine Berührungsängste gegenüber dem unbekannten „Jazz“ – das ist das Motto. Wir freuen uns auf alle Nerds, gewinnen wollen wir aber diejenigen, die den Zugang zum Jazz neu finden wollen.
Köln ist Jazzstadt – Geschichte geschrieben haben Gigi Campi im Eiscafé am Wallraffplatz, Kurt Edelhagen und Harald Banter mit dem Aufbau einer international erfolgreichen Bigband des WDR, jahrzehntelang Jiggs Whigham mit seinem Engagement für den Aufbau einer hochangesehenen Jazz-Abteilung der Hochschule für Musik und Tanz, die offene Jazzhausschule in der Eigelsteintorburg , die InitiativeKölnerJazzHaus mit dem Stadtgarten, heute Europäisches Zentrum für Jazz und aktuelle Musik und das Loft in Ehrenfeld als ausgezeichnete Spielstätten für konzertante Aufführungen vieler Stilrichtungen des zeitgenössischen Jazz. Wir ergänzen diese Szene mit unseren Schwerpunkten: Club-Atmosphäre, eine tolle Bar, großer Respekt vor der Historie des Jazz und ihren aktuellen Protagonisten, Unterstützung für die junge Szene und immer: Jazz für Publikum.
Das seit 2019 zusammenarbeitende Team King Georg ist nicht Teil der gewachsenen und etablierten öffentlich geförderten Jazz-Szene in Köln. Liebhaberei und persönliches Engagement haben ein eigenständiges Ziel: Den Jazz der Kenner und Könner für das allgemeine Publikum zu erschließen oder wieder entdecken zu lassen, Freunde des Jazz als begeisterte und tatkräftige Unterstützer zu gewinnen und die Abhängigkeit von Förderanträgen und den zugehörigen öffentlichen Fördertöpfen, so unverzichtbar sie auch sind, zu vermindern. Jazz im Club – live und im unmittelbaren Austausch mit dem Publikum, als professioneller Kontrapunkt zur Klassik, lebendig und kreativ auf der Plattform einer nunmehr 100jährigen wechselvollen Geschichte dieser Musik, in bester Qualität, darum geht es uns. Wer diesen Ansatz als kommerziell brandmarkt, verkennt die ökonomischen Zwänge und Möglichkeiten eines Clubs. Wir können nur überleben durch Hilfe von Sponsoren, die sich der Ermöglichung von Kulturleben verpflichtet fühlen. Jazz macht Spaß – immer wieder neu und aufs Neue. Die Basis und der Schwerpunkt des Straight Ahead Jazz ermöglicht eine große Bandbreite an künstlerischer Aktivität, immer die Zuhörer als „Kunden“ im Blick. Große internationale Namen von Übersee unter dem Stichwort „New York Jazz“, Jazzer aus der Region und ganz Europa sowie aufstrebende Studierende („Young Talents“) aus mehreren Hochschulen, letztere oft mit ihren ersten Auftritten, füllen die Bühne und stehen für ein dichtes Wochen-Programm – und das Wochenende ergänzt mit „Jazz and Beyond“ experimentelle Konzert-Ideen und bildet mit einem diversen Club-Programm und DJ-Sets für die Klubbar und den Dancefloor Schnittstellen zum R&B, Pop, Hip-Hop und anderen Stilrichtungen, ohne jemals die Verbindung zum Jazz zu verlieren. Jazzbar-Entertainment live, Lindi Hop Live und Klubbar-DJ-Playlists zu Jazz-Ikonen runden die Woche ab. Und wenn es uns gleichzeitig gelingt, auch Inklusion für behinderte Künstler und Zuhörer, jung wie alt, zu ermöglichen, so sind wir zufrieden.
Ganz falsch liegt das Programm nicht: Der Applaus 2021 und 2025 sowie der Spielstättenprogrammpreis 2021/2022 spornen das Team King Georg an, auch wenn die rund 200 Live-Events das Team manchmal an den Rand der Erschöpfung bringen. Noch mehr aber hilft die Anerkennung des Publikums: Ausverkaufte Doppelkonzerte und durchtanzte Nächte in einer klassischen Jazz-Club-Atmosphäre – das ist Adrenalin und Freude pur. Nichts geht über das gemeinsame Live-Erlebnis, allerdings ist die Raumkapazität begrenzt – aber immerhin rd. 20.000 Gäste im Jahr können wir begrüßen. Unsere in der Pandemie eingeübte Kompetenz der Übertragungen per Stream ermöglichen eine unbekannte Zahl weiterer Zuhörer. Rund 600 Konzerte umfasst unser on-demand abrufbares Archiv.
Unterstützung kann an unsere gemeinnützige „King-Georg Jazz-Club gGmbH“ geleistet werden. Werden Sie Teil unseres Bemühens unter dem Motto: Together.Live.Jazz for everybody.